Die LIPE hat im Landkreis Ludwigsburg schon einiges unternommen und bewegt:
Seit April 1997 gibt es Selbsthilfegruppen der LIPE (s. auch Hilfe).
Seit 1995 findet das Ludwigsburger Psychose-Seminar statt, ein Ort, an dem Psychose-Erfahrene, Angehörige Psychose-Erfahrener, professionell Tätige in der Psychiatrie und psychosozialen Einrichtungen und andere Interessierte einen echten Dialog und eine gemeinsame Sprache suchen.
Mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Ludwigsburger Klinikum und den psychiatrischen Kliniken in Weinsberg und Winnenden (alle drei sind für stationäre Psychiatrische Versorgung im Landkreis Ludwigsburg zuständig) hat die LIPE-Selbsthilfegruppe die Ermöglichung von Behandlungsvereinbarungen ausgehandelt. Damit können ehemalige PatientInnen mit der jeweiligen Klinik schriftlich und detailliert vereinbaren, wie ihre individuellen Krisenerfahrungen, besonderen Bedürfnisse und speziellen sozialen Verhältnisse im Fall einer zukünftigen stationären Behandlung besser berücksichtigt werden, als das sonst leider oft der Fall ist.
Menschen, die in der LIPE aktiv sind, hatten in der Selbst-Checker-Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener (BPE) wesentlichen Anteil an der Erarbeitung einer Liste möglicher Frühwarnzeichen für Psychose und Depressionserfahrene. Diese Liste wurde auch in dem ersten Selbsthilfe- und Selbstvorsorgebuch veröffentlicht, das es für Psychose-Erfahrene gibt (Bevor die Stimmen wiederkommen, Andreas Knuf und Anke Gartelmann, Hrsg., Psychiatrie-Verlag Bonn.)
Im Ludwigsburger Psychiatrie-Arbeitskreis im Landratsamt ist die LIPE vertreten und zwar in der Hoffnung, auf die Psychiatrie-Pläne und Entwicklungen im Landkreis Einfluss nehmen zu können.
Die LIPE engagiert sich schon seit langer Zeit (wann wirds endlich gut?) : ( für die Einrichtung einer Psychosozialen Krisenhilfe, z.B. in der Königsallee, die entsprechend dem Vorbild des Stuttgarter Notfalldienstes am Wochenende erreichbar wäre.
Eine andere Forderung der Selbsthilfegruppe LIPE wurde vor einiger Zeit realisiert, - die Einrichtung einer Beschwerdestelle in Ludwigsburg für den stationären und ausserstationären Bereich der Psychiatrie. Seit Juni 2003 wurde endlich offiziell Frau Ecija Osswald als "Beistand für psychisch kranke Menschen" bestellt, - später kam noch Frau Regine Grill als zweiter Beistand hinzu.