Seit 1995 gibt es auch in Ludwigsburg für "Psychisch-Kranke" eine eigene Lobby. Die LIPE ist ein Zusammenschluss von und für Menschen, die Psychiatrie-PatientInnen waren oder sind und sich gemeinsam für eine Verbesserung ihrer Lebenssituation engagieren. Inzwischen ist die LIPE aus der Psychiatrie-Landschaft im Landkreis Ludwigsburg nicht mehr wegzudenken.

Die LIPE war bis Anfang 2010 als Verein eingetragen, hat dann aber den Vereinsstatus wegen des hohen bürokratischen Aufwands bei doch recht häufigen Änderungen innerhalb des Vorstands aufgegeben und ist seither als Selbsthilfegruppe mit zwei Sprechern organisiert.


Das Programm der LIPE umfasst u.a.:

  • die Fähigkeit zur Selbsthilfe zu fördern, insbesondere durch Erfahrungsaustausch,
  • Möglichkeiten zur Vorbeugung psychischer Krisen zu entwickeln,
  • durch Öffentlichkeitsarbeit und Information bestehende Vorurteile gegenüber Psychisch-Kranken abzubauen und
  • durch kompetente Vertretung in geeigneten Gremien auf Entscheidungen Einfluss zu nehmen,
  • Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung der Psychiatrie-Erfahrenen zu fördern,
  • die Situation der Psychiatrie-PatientInnen im Rahmen der bestehenden Einrichtungen zu verbessern und nichtpsychiatrische Alternativen aufzuzeigen,
  • Wege zum Verzicht auf jegliche staatliche und therapeutische Gewaltanwendung zu initiieren,
  • existenzsichernde und arbeitsfördernde Leistungen zu erwirken und
  • über die Rechte zu informieren und dazu beizutragen, dass diese Rechte gewährt und wahrgenommen werden.